Montag, 11. April 2011

Dunedin (New Zealand)

8. April – 10. April: Heute sind wir schon früh in Dunedin angekommen und haben sofort Kurs auf unser erstes Besichtigungsdomizil genommen. Otego Peninsula heißt die Halbinsel, die bei Dunedin liegt. Hier haben wir eine geführte Tour zu den Königsalbatrossen gemacht. Es waren 3 Jungtiere vorhanden, wovon einer von seiner Mutter gefüttert wurde. Die Fahrt an der Küste der Halbinsel vorbei war manchmal etwas abenteuerlich. Die Straßen waren recht eng und kurvenreich und der Abgrund ins Meer/Hafenbucht zum greifen nahe. Eine Leitblanke o.ä. gab es nicht. Jetzt wollt ihr bestimmt wissen wie das Wetter war, oder? Einfach nur herrlich. Die Sonne hat den ganzen Tag geschienen und wir haben nicht gefroren. Mit langer Hose und Pullover war man heute gut bedient. Viele Leute liefen in
ganz kurzen Sachen rum, jedoch war das etwas übertrieben. Hoffentlich, bleibt es die nächsten 3 Tage weiter so. Anschließend haben wir unser Hotel für die Nächsten 2 Nächte bezogen. Nach so vielen Motels dürfen wir zur Abwechslung noch einmal in einem Hotel nächtigen. Das Mercure Dunedin liegt im Zentrum und ist in einem Gebäude, welches 1878 erbaut wurde. Alt trifft modern. Besonders funny ist der Aufzug. Hier muss man die erste Tür zur Seite schieben und anschließend das Aufzugsgitter. Sehr urig. Ist so ein bisschen wie der Aufzug in Titanic. Nur leider fehlt der Liftboy J. Auch hier können wir wieder Gäste bei uns aufnehmen. Wir haben 2 Doppelbetten. Welches sollen wir bloß nehmen? Und: Auch hier gibt es eine abnehmbare Duschbrause. Wir sind beeindruckt. Den Nachmittag haben wir in der City ausklingen lassen. Ein bisschen an den Geschäften vorbeigeschlendert, Kaffee getrunken, Kuchen gegessen…










Den Sonntag sind wir auch ganz chillig angegangen. Erst einmal ausschlafen war angesagt. Wir hatten die Heizung nicht einmal eingeschaltet und haben die ganze Nacht über nicht gefroren. Traumhaft. Zum Frühstück haben wir uns erst einmal ein paar Croissants gekauft und mit original „Nutella“ verzehrt. Anschließend sind wir noch einmal auf Shoppingtour gegangen. Desi wollte unbedingt noch einmal eine CD kaufen mit den aktuellen Charts (natürlich den australischen bzw. neuseeländischen, was in Deutschland so „in“ ist wissen wir eigentlich nicht). Wir haben zwar keinen CD-Player, aber Frauen… OK, im Auto haben wir ein Radio einschließlich CD-Funktion und auch in Australien wird das wohl der Fall sein. Man sollte nämlich wissen, dass der Radioempfang mehr als nur bescheiden ist.
Lange Zeit hat man gar keinen und manchmal nur sehr schlechten Empfang. Vor allen Dingen an der Westküste. Die Ostküste ist eigentlich ganz gut ausgebaut. Zurück zu unserem Tag: Wir haben uns einige Bauten angeschaut und waren in der „Cadbury Chocolate Factory“. Wer schon einmal in Australien oder Neuseeland war, kennt bestimmt die berühmte und geile „Dairy Milk“. Diese wird u.a. hier produziert. Wir haben eine ca. 45 minütige Tour gebucht. Zu Beginn gab ein kleines Tütchen mit einigen Schokoriegeln und es wurde uns ein Video über die Entstehung des Unternehmens und etwas über die Herstellung gezeigt. Anschließend haben wir uns ein bisschen auf dem Gelände und einen Teil in der Fabrik umgeschaut. In einem großen Silo war ein großer Schokobrunnen, in dem innerhalb
von 28 Sekunden eine Tonne Schokolade durchgeflossen ist. Überall sah und roch man Schokolade. Ab und an stellte unser Tourguide einige Fragen und wer als erster die richtige Antwort wusste, bekam Schokolade. Da hatten wir nicht nativespeaker schon irgendwie einen sehr großen Nachteil. Am Ende konnte man noch einige Produkte natürlich kaufen. Ob die jetzt wirklich günstiger waren, können wir schlecht beurteilen, da wir die Preise für Neuseeland noch nicht kennen. Kann aber nicht viel gewesen sein. Zu den australischen Produkten war es schon günstiger. War eine interessante Tour für uns Schokoliebhaber. Einziger Nachteil: Da wir Wochenende hatten, war die Führung nur halb so lang und man konnte nicht richtig die Produktion sehen, da hier am Wochenende natürlich nicht gearbeitet wird. Im Anschluss haben wir uns überlegt, einen neuen Rucksack zu kaufen. Seppi’s Rucksack kann Australien nicht mehr überleben (deswegen war er auch schon voll mit Sachen für Deutschland gepackt und wartet bis zu unserer Abreise bei Peter). Außerdem lässt sich Desi’s Rucksack auch sehr schwierig tragen. Also was haben wir uns gekauft? Einen guten deutschen Deuter Rucksack. Da schaut ihr, was?  

Samstag, 9. April 2011

Balclutha (New Zealand)

08. April – 09. April: Heute sollte es entlang der „Southern Scenic Route“ von Invercargill nach Balclutha gehen. Leider haben wir die Auffahrt verpasst und sind über den etwas schnelleren, aber wahrscheinlich nicht ganz so schönen Landweg gefahren. Während der Fahrt musste Seppi einmal ganz dringend für kleine Jungs, also wurde an einer kleinen Haltebucht gehalten, während er so da stand, wurde er auch sogleich vom nächsten vorbeifahrenden Auto angehubt J. Macht man natürlich auch nicht, nicht wahr Seppi?



Nun zum Wetter, von ein paar kurzen Regengüssen abgesehen war das Wetter weitgehend trocken. Allerdings kam die Sonne nur selten zum Vorschein. Wir haben uns den Ort Balclutha ausgewählt, da man hier am „Nugget Point“ Gelbaugen Pinguine beobachten kann. Allerdings kommen diese erst gegen 16 Uhr vom offenen Meer wieder an Land. Bei unserem Glück waren wir natürlich schon um 13 Uhr an der Beobachtungsstation. Der Weg hierhin war aber so beschwerlich, dass wir kurzer Hand beschlossen haben, im Auto zu warten. Draußen war uns der Wind einfach zu stark und kalt. Diese kleine Pause eignete sich super dazu einen neuen Blogbeitrag zu verfassen. Außerdem haben wir ein bisschen gelesen und Desi hat eine runde geschlafen.

Um 4 Uhr sind wir dann zurück zum Aussichtspunkt. Und wir waren schon zu spät. Da stand bereits ein Pinguin und ein weiterer hüpfte aus dem Meer. Das sah so niedlich und lustig aus. Aber einmalig. Wo sieht man schon einmal Pinguine in freier Wildbahn?! Nachdem die Pinguine (einzeln) aus dem Wasser gekommen sind, haben sie erst einmal gründlich Fellpflege betrieben und sind anschließend, sobald ein weiterer Pinguin eingetroffen war, zusammen in den Büschen verschwunden. Unverschämt war ja, dass 2 Pinguine gar nicht an der Stelle aus dem Meer gehüpft sind, wo sie es eigentlich sollten. Sondern 300 Meter weiter rechts. Somit haben wir diese erst sehr spät und vor allem schlecht erkennbar gesehen. War das nicht unverschämt von den zweien? Insgesamt
haben wir 90 Minuten an dem Aussichtspunkt verbracht und 6 Pinguine gesehen. An dieser Bucht gibt es ca. 25 Brutpaare. Also gar nicht so viele. Wir waren echt froh, dass sich das Warten gelohnt hat. Die Pinguine waren ein ganz wichtiger Bestandteil, weswegen Seppi sich für die Südinsel von Neuseeland entschieden hat. Und auch in Balclutha haben wir deswegen nur eine Nacht verbracht. Der Ort ist okay, also nicht zu klein, aber auch hier ist der Hund begraben.

Unsere Unterkunft für Balclutha nennt sich diesmal „Rosebank Lodge Hotel“. Es ist nicht der Brüller, aber für eine Nacht gut genug. Auch hier haben wir wieder Platz für 3 Personen. Außerdem gibt es eine große Terrasse, die wir jedoch nicht genutzt haben. Aber: Wir haben seit 8 Monaten das erste Mal eine abnehmbaren und somit verstellbaren Duschkopf gehabt. Jetzt denkt ihr bestimmt alle, was meinen die denn damit? Sowohl in Australien als auch in Neuseeland waren die Duschköpfe bisher alle fest an der Wand montiert. Abnehmen oder Höhenverstellbar war nicht möglich. Aber hier in Balclutha, da haben wir ihn gefunden. Wird bestimmt von einem Europäer betrieben J. Jetzt stellt euch mal vor, wie Desi in unserer Ex-Wohnung die Dusche geputzt hat? Und zwar hat sie kleine Schüsselchen aus der Küche mit Wasser gefüllt (unter die Duschbrause gehalten), um anschließend mit diesen das Putzmittel von den Wänden zu spülen. War gar nicht so einfach.
Am Abend waren wir kurz noch zum Essen in Balclutha. Sowohl auf der Hin- als auch bei der Rückfahrt wurde Sebastian von der Polizei angehalten und musste „blasen“.



Was wir Euch noch berichten müssen und bisher ganz vergessen haben. In Westport waren wir in einem Supermarkt und sind auf folgendes gestoßen:


Und so langsam werden wir auch zu echten Australiern, Engländer, Neuseeländer oder was  auch immer. Auf Bürgersteigen gehen wir schon seit langer Zeit immer links, um nicht mit den anderen Zusammenzustoßen. Aber es ist lustig wenn einem einer rechts entgegenkommt, dann kann man davon ausgehen, dass er aus einem Land kommt, wo Rechtsverkehr herrscht. Auch das hier die Rolltreppen auf der anderen Seite hoch und runter fahren haben wir uns dran gewöhnt. Aber: Wir haben jetzt einen Amerikanischen Movie gesehen und fanden es beide sehr ungewöhnlich und störend, dass die Autos dort rechts fahren. Spätestens jetzt haben wir wohl die Berechtigung ein Resident-Visum zu beantragen (keine Sorge, machen wir aber nicht).

Donnerstag, 7. April 2011

Invercargill (New Zealand)

7. April – 8. April: Heute Morgen haben wir Te Anau verlassen und Kurs auf die Stadt Invercargill genommen. Die Fahrtzeit betrug etwa 2,5 Stunden. Invercargill ist die südlichste Stadt Neuseelands und zugleich auch die südlichste Stadt der ganzen Welt. Die Einwohnerzahl liegt bei rund 50.000 Einwohnern. Am Ortseingang begrüßte uns erst einmal wieder ein goldenes M. Wir haben die Chance auch sofort wahrgenommen und sind auf einen Kaffee mit Kuchen (unser Fresssack Desi musste natürlich wieder gleich ein Big Mäc Menü futtern) eingekehrt. Die Preise für Fastfood sind echt günstig. Der Kaffee mit Trockenkuchen liegt bei 5 $ (ca. 2,50 €). Nimmt man Kaffee mit Sahnetorte kostet es bloß 6 $ (ca. 3,00 €). Da kann man echt nichts sagen. Der Vorteil bei Mc Donalds Neuseeland (aber auch Australien) ist, dass man hier kostenlos ins Internet gehen kann (jedoch nur 50 MB).


Nachdem wir E-Mails etc. gecheckt hatten (hat uns natürlich keiner geschrieben, vielen Dank), sind wir erst mal zum Motel gefahren. Heute Nacht ist das „Comfort Inn Tayesta“ unser zu Hause. Der Preis liegt im mittleren Bereich. Dafür erwarteten uns ein Schlaf- sowie Wohnzimmer, kleine Küche und Bad. Betten haben wir übrigens 3 Stück. Ein Doppelbett und 2 Einzelbetten. Welche zwei möchten uns denn heute Nacht
besuchen kommen? Es ist alles etwas alt, aber sauber. Sehr gewöhnungsbedürftig ist das Bad. Es ist überall Teppichboden verlegt. Auch um das Klo, also besser nicht darüber nachdenken, was so drum herum ist. Die nette Dame an der Rezeption hat uns dann ein paar Tipps für den Tag mit auf den Weg gegeben. Wir sind dann zum „Bluff“ gefahren. Dies ist der südlichste Punkt des neuseeländischen Festlandes und damit sozusagen der ganzen Welt. Nur Stewart Island ist noch südlicher. Leider sind wir dort nicht hin. Ist von hier aus in einer Stunde mit der Fähre zu erreichen (oder per Flugzeug). Bei gutem Wetter ist Stewart Island auch von hier sichtbar. Aber zum Wetter haben wir ja heute noch nichts geschrieben. Heute war es mal wieder richtig kalt, stark bewölkt und nur am regnen. So langsam verlieren wir echt die Lust und freuen uns auf nächsten Dienstag, wenn wir endlich wieder den Rückflug in unsere neue Heimat antreten können. Einige Einheimische haben uns schon gesagt, dass es natürlich im April schon kühler wird, aber was hier zurzeit herrscht, ist eher unnormal. Es sei schon sehr kühl für diese Jahreszeit. 

Gegen Nachmittag sind wir dann wieder zurück in die Stadt. Wir haben uns gedacht, schauen wir uns mal die City an. Aber es war sehr ungemütlich draußen und wir haben uns ins nächste Kino geflüchtet. Scheinbar werden wir in Neuseeland noch zum Kinogänger. Heute ist der Film „Hob“ angelaufen. Ob der auch so in Deutschland heißt, wissen wir nicht, aber er war lustig. Es ging um den Osterhasen. Die Vorstellung begann um 16.30 Uhr und wir waren die einzigen in einem großen Kinosaal. Hatten wir auch noch nicht gehabt. Bisher haben wir übrigens noch keine Werbung hier in den Kinos gesehen. Also pünktlich kommen ist empfehlenswert. Kurz nach 18 Uhr haben wir das Kino verlassen und wir dachten, wir sind die einzigen noch lebenden Menschen auf der Welt. Die Geschäfte waren geschlossen und die Straßen wie leer gefegt. Hier werden die Bürgersteige scheinbar früh hochgeklappt. Beendet haben wir unseren Ausflug heute mit einem Besuch bei Burger King. An der Rezeption des Motels lagen Gutscheine für Burger King, die wir einfach mal eingesteckt hatten. Seppi hat einen Chickenburger, Pommes und Getränk und Desi einen Creamy Mayocheesburger mit Pommes genommen. Eigentlich gab es zu Desi’s Menü kein Getränk, jedoch bekamen wir zwei Becher und konnten uns selbst Getränke holen. Für all das haben einen stolzen Preis von 9 $ (ca. 4,50 €) gezahlt. Seppi kommt da immer noch nicht drüber hinweg.


Heute Abend bereuen wir es, dass wir weder in Australien sind, noch den australischen TV Sender „Seven“ empfangen (was in Neuseeland nicht unbedingt unüblich ist). Denn: Eigentlich kommt donnerstags abends Desperate Housewives und in der Vorschau wurden wir richtig heiß gemacht, dass irgendetwas Schlimmes passieren soll. Aber was? In der Vorschau war nur zu sehen, dass die Leute panisch in Massen auf der Straße rumlaufen. Habt ihr es in Deutschland schon gesehen und könnt berichten?

So, wir sagen jetzt mal: Gute Nacht!! 

Was könnten diese zwei Hänger bloß sein? Wir haben es rausgefunden, damit kann man das Licht einschalten. Echt funny.


Te Anau (New Zealand)

5. April – 7. April: Am Morgen ging es dann mal wieder schnell auschecken und ab in Richtung Te Anau. Nach relativ kurzer Zeit, gerade einmal 2 ½ Stunden, erreichten wir Te Anau. Bei Te Anau handelt es sich um ein kleines Touristenörtchen am gleichnamigen See. Der übrigens der zweit größte in Neuseeland ist. Schon um 13:00 Uhr Ortszeit bezogen wir unser Zimmer im Distinction Te Anau. Hier sollte uns eine schöne Gartenvilla erwarten, naja über Geschmack lässt sich streiten. Alles ist etwas unsauber und vor allem schweine kalt. Seppi ist in der Nacht vor Kälte zweimal aufgewacht. Desi hat direkt ihren Schlafsack ausgepackt. Die Heizung ist ein Witz und heizt vor allem keine 2 Räume mit jeweils 5 m hohen Decken. Außerdem zieht es durch alle Ritzen, aber Hauptsache 2 LCD Bildschirme. Unseren ersten Tag haben wir dann mit rumgammeln verbracht, hier ist so ziemlich tote Hose und das Wetter war mehr als bescheiden.


Am nächsten Morgen ging es dann zu unserem eigentlichen Ziel, dem Milford Sound, gelegen im malerischen
Fjordland. Um kurz nach 7 Uhr machten wir uns auf den Weg, immerhin hatten wir noch 120 Km vor uns. Doch zuvor erlebten wir erst einmal einen Schock. Unser Auto war zugefroren. Natürlich gab es in dem ach so tollen Auto keinen Eiskratzer. Das sind wir ja gar nicht mehr gewohnt. Das unser Auto wohl wahrscheinlich keine Winterreifen hat, darüber denken wir jetzt gerade überhaupt nicht nach.
Früh morgens ist das Wetter hier am besten, klare Sicht und blauer Himmel. Nach ca. 2 Stunden erreichten wir den Fjord, doch vorher mussten wir noch durch einen Tunnel, oder besser ein großes langes Loch. Man konnte nur einspurig fahren, doch die Ampel funktioniert erst ab 9 Uhr morgens (wir hatten auf jeden Fall noch vor 9 Uhr). Gott sei dank kam uns niemand entgegen. Doch im Tunnel gab es Bauarbeiten und von der Decke kam Wasser gelaufen. Wir waren echt froh, als wir wieder draußen waren. War schon echt unheimlich.

Fräulein, lass die Zunge drin!!


Wir haben dann eine Bootstour gebucht für 130$. Diese dauerte eineinhalb Stunden. Es war richtig kalt, am besten nimmt man sich Handschuhe und eine dicke Mütze mit, sonst frieren einem die Fotografierfinger ab. Gesehen haben wir außer der tollen Landschaft nur ein paar Seehunde, keine Pinguine oder Delphine (damit wird schwer geworben, doch am Boot sieht man dann ein Informationsblatt, dass man dafür aufs offene Meer muss, blöd nur, dass die Boote da gar nicht hin fahren). Darauf hatten wir an sich gehofft. Nach der Fahrt waren wir total durchgefroren und haben uns schnell auf den Rückweg gemacht. Vom Weg haben wir nur wenige Bilder gemacht, wir waren leider zu faul und haben die Kälte draußen gemieden. Gegen Mittag waren wir wieder zurück in Te Anau und haben einen heißen Kaffe/Schokolade getrunken. Außerdem sind wir durch die Innenstadt gelaufen (jedoch nur eine Straße, ca. 500 Meter). Im Großen und Ganzen ist es echt langweilig und wir haben uns geärgert, dass wir die Hotels/Motels schon fest gebucht hatten, sonst wären wir heute noch schnell weiter gefahren. Das wird sich für unseren Australientrip auf jeden Fall ändern, wenn wir wieder Internet haben und Tag für Tag buchen können.

Am Abend haben wir uns eine Pizza in einer Pizzeria geholt. Diese wurde von Deutschen betrieben. Nach langer langer Zeit haben wir uns wieder wie in Deutschland gefühlt. Nicht, weil die Besitzer Deutsche sind und wir auf Deutsch hätten bestellen können (was wir nicht haben), nein, es war die Unfreundlichkeit. Ob die nicht mal gebürtig aus dem Siegerland kamen?








Montag, 4. April 2011

Queenstown (New Zealand)

3.April -5.April: Wir haben die Uhr umgestellt und somit eine Stunde mehr Zeit gehabt für unseren Schönheitsschlaf J. Somit trennen Deutschland und Neuseeland jetzt nur noch 10 Stunden (die Zeitumstellung gilt auch für Australien und damit sind wir euch bald dann nur noch 8 Stunden voraus). Unsere Fahrt ging am Sonntag gegen 10 Uhr los. Es war draußen kalt, neblig und regnerisch. Also im großen und ganzen recht ungemütlich und man konnte sich gut an die Zeit in Deutschland erinnern. Der Gletscher war an diesem Tag aus der Ferne nicht sichtbar. Auf ging es dann also Richtung Queenstown. Die Route sollte etwa 350 km und 4,5 Stunden betragen. Wir haben jedoch schon festgestellt, dass wir diese vorgegebenen Zeiten des Routenplaners nie einhalten können. Einen kleinen Stopp haben wir beim Fox Glacier eingelegt. War aber eigentlich recht uninteressant, da wir diesmal nur zum
Viewing Point sind und durch den dichten Nebel kaum etwas sichtbar war. Einen zweiten Stopp machten wir an dem letzten Lookout am Meer, bevor es dann für lange Zeit ab in die Berge ging. Die Entscheidung im Nachhinein betrachtet, war nicht so toll. Wir wurden nass und was noch viel schlimmer war, umgeben von einem Schwarm Sandfliegen. Diese gibt es in der Region der Westküste als Plage und je näher man zum Fjord kommt, desto mehr werden es. Die Stiche jucken und jucken, davon können wir nur ein Lied singen. Die Sandfliegen griffen uns an und setzten sich auf unsere Kleidung. Schnell haben wir die Lust verloren und sind nur noch ins Auto geflohen. Das kurze öffnen der Türen hat schon gereicht, um ca. 20 Fliegen mit ins Auto zu nehmen. Na toll, somit war die Jagd auf Sandfliegen eröffnet. Weiter ging die Fahrt Richtung Queensland. Heute war Sebastian der
Hauptfahrer und hat uns sicher durch einige Serpentinen geführt. Einige Kilometer weiter wurde dann unser Tank immer leerer und leerer. Wo ist die nächste Tankstelle ging uns durch den Kopf?? Werden wir diese noch erreichen?? Natürlich ist uns bekannt, dass man hier immer auffüllen sollte, denn es kann passieren, dass einige Hundert Kilometer keine mehr kommt. Jedoch war uns die Tankstelle in Franz Josef mit ihren Wucherpreisen einfach zu teuer. Touristenabzocke wollten wir nicht unterstützen. Normal kostet der Liter 2,20 $, in Franz Josef wollten sie tatsächlich 2,49 $ haben. Aber wir hatten Glück, mitten aus dem nichts heraus kam ein Ort, oder sollte man besser sagen 5 Häuser? mit einer Tankstelle. Auch hier waren die Preise erhöht, aber es führte kein Weg am tanken vorbei
und es kostete auch nur 2,34 $ / Liter. Gut, zurück zur Strecke. Wir erreichten so langsam die Gebiete der Seen. Am Lake Hawea legten wir 2 Stopps ein, um einige Fotos zu machen. Echt herrlich. Das Wasser war Richtung schön blau. Durch den stürmischen Wind bildeten sich einige Wellen mit den weißen Kronen. Ein schöner Anblick und im Hintergrund waren die Berge zu sehen. Sebastian meinte, diesen Ort aus „Der Herr der Ringe“ zu kennen. Leider wurde dies von uns bisher nicht weiter recherchiert. Gegen Nachmittag kamen wir dann in Queenstown an. Es war ein schöner Anblick, mal einen etwas größeren Ort zu sehen. Und auch ein goldenes „M“ lachte uns aus der Ferne an. Man muss dazu sagen, in Deutschland verspürt man Hunger auf einen schönen matschigen Burger und setzt sich einfach ins Auto und fährt los, hier muss man dafür hunderte von Kilometern fahren. Auch
Burger King (warum auch immer es hier Burger King heißt, in Australien gibt es dies nämlich nicht, dort heißt unser Burger King = Hungry Jack) und KFC sind in Queenstown vertreten. Somit steht einem guten Fastfood Essen also nichts mehr im Weg. Wir litten langsam schon echt an einem Entzug. Haben diese Ketten schon über 4 Wochen nicht mehr besucht. Aber erst einmal ging es ab ins Hotel. Für die nächsten 2 Tage ist das „Mercure Resort Queenstown“ unser neues zu Hause. Die Zimmer sind okay. Wir haben 2 französische Betten, also genug Platz. Das Bad ist sehr in die Jahre gekommen, aber wir wollen uns nicht beschweren, bisher und ich glaube auch bis zum Ende unseres Neuseeland Trips die günstigste Absteige, die wir gebucht haben. Das Hotel liegt oberhalb am
Berg und hat einen super Ausblick auf den See von Queenstown (Lake Wakatipu). Gegen Abend sind wir ein bisschen durch die Stadt geschlendert und waren Essen. Queenstown ist das „Mekka“ für Outdoorbekleidung. Wir kennen uns preislich nicht ganz so gut in diesem Bereich aus, aber es ist auf jeden Fall nicht teurer als in Deutschland. Vielleicht auch nicht unbedingt günstiger. Die Auswahl ist jedenfalls riesig und es gibt eine große Anzahl von Outdoorläden.
Am nächsten Tag (4.3.11) sind wir erst einmal in die Stadt frühstücken gegangen. Anschließend haben wir den Berg „Bob’s Peak“ erklungen. Hier führt auch eine Seilbahn, die sogenannte „Skyline Gondola“ hoch und auch wieder runter. Wir haben uns jedoch dazu entschlossen, den Berg zu Fuß zu
besteigen. Immerhin sind wir ja deswegen hier und es schont die Nerven von Sebastian (no head for heights). Innerhalb einer Stunde haben wir 446m an Höhe zurück gelegt. War manchmal schon echt anstrengend. Aber wir hatten von oben eine tolle Aussicht auf die Stadt, den See und die Berge. Hatten wir schon erwähnt, dass auf den Gipfeln der Berge Schnee liegt?? Ja, tut er. Es war heute trocken, aber manchmal sehr bedeckt. Jedoch guckte die weiße Spitze manchmal zwischen den Wolken raus. Aber wir haben auch heute wieder beide gefroren. An manchen Stellen im Wald ist sogar unser Atem gefroren. Also ein Tipp an Euch: Solltet ihr mal nach Neuseeland fahren, fahrt am besten im Sommer (natürlich im Neuseeländischen Sommer) oder verbringt zuvor wenigstens keine 8
Monate im warmen Australien. Nachdem wir den Berg wieder hinunter waren, sind wir noch einmal für eine Shoppingtour in die Stadt gegangen. Desi hat sich neue Wanderschuhe gekauft. Ihre alten haben in den letzten 8 Monaten schon ein wenig gelitten und somit ihre Dienste getan. Anstatt blau ist jetzt pink angesagt.
Ein super Angebot hat man in Queenstown (aber auch an vielen anderen Orten von Neuseeland) an Adventure Sport. Hier wird alles angeboten. Rafting, Abseiling, Bungy Jumping, Jet Boating, Skydive, Canyoning, Mountain Biking, Wakeboarding, Waterski, Horse Riding, Paragliding, Quad Bikes, Lord of the Rings Tour und und und. Das Angebot ist riesig. Die Preise jedoch auch. Das ein oder andere hätte uns echt brennend
interessiert, jedoch ist es uns dafür echt zu kalt und wir werden diese Sachen in Australien nachholen. Die maximale Temperatur sollte heut bei 12°C liegen. Ihr sagt jetzt, oh das ist doch okay. Aber nicht für uns.

Das war unser Bericht zu Queenstown. Morgen werden wir die Reise nach TeAnau antreten.
See you!!






Desi's neue Schuhe



Sonntag, 3. April 2011

Erinnerungsschrank

Guten Morgen,

wir müssen kurz noch etwas aus Australien zwischen unsere Neuseelandeinträge stellen. Und zwar unseren Erinnerungsschrank. Wir haben all Eure Briefe und Karten an unseren Kleiderschrank gehängt, damit ihr ihr auch bei uns seid und wir immer an Euch denken. Hier der Beweis:

Samstag, 2. April 2011

Franz Josef Glacier (New Zealand)

1. April – 3. April: Heute (Freitag, den 1. April) sind wir gegen 10 Uhr in Westport losgefahren. Das heutige Ziel sollte heißen: Franz Josef Glacier und liegt 270 km (ca. 3,5 Stunden) von Westport entfernt. Aber wir brauchten natürlich länger, da wir einige Stopps einlegten. Unser erster Stopp hieß „Pancake Rock’s“, zu deutsch „Pfannekuchenberge“. Hierbei handelt es sich um Kalksteinpakete, welche aus dem Meer herausragen und sich durch ihre Pfannkuchenartige Struktur nach oben stapeln. Aus den „Blowholes“ spritzt Gicht (tropfenförmiges Meerwasser) heraus. Es war ein super schöner Anblick, den wir mit über 200 Bildern festgehalten haben (aber nur weil Desi am Fotoapparat endlich die Mehrfachbildaufnahme gefunden hat und daran echten Spaß hatte). Weitere
Stopps haben wir an einigen schönen Outlooks eingelegt. Unter anderem Seen und Flüssen. Am Nachmittag erreichten wir dann den Ort Franz Josef. Wir hatten uns in ein Motel namens „Rainforest Retreat“ eingemietet, welches bisher auch unsere teuerste Unterkunft war. Als wir auf den Parkplatz fuhren, dachten wir nur „Oh Gott“. Es sah alles erst einmal nicht so einladend aus und es liefen sehr viele junge Leute über den Hof. Es sah wie eine Jugendherberge aus. Aber: Es gibt den Backpackerbereich, Campingbereich, kleine Häuser, Tree Lodges und Motelzimmer. Unser Motelzimmer sieht innen echt urig aus, aber gemütlich. (Anna Lena, dein Bett steht übrigens auch hier und wartet auf dich J). Wir können sogar in die Berge und den Urwald gucken. Echt schön. Dieser Ort ist ein reiner Touristenort. Kaum Wohnhäuser. Auch mit Restaurants sieht es eher bescheiden aus. Also sind wir in den einzigen kleinen Supermarkt, um ein paar Nudeln, Soße und was fürs Frühstück zu kaufen. Der Tante Emma Laden war völlig überfüllt mit Selbstversorgern. Endlich haben wir uns mal wie Backpacker gefühlt (sind aber vom eigentlich Leben bisher verschont geblieben). Morgen werden wir uns wohl dann mal Richtung Gletscher machen und Euch natürlich auch davon berichten.
PS: Das war alles übrigens KEIN Aprilscherz.






Anna Lena, das hintere wäre deins gewesen

Ausblick vom Motelzimmer

Die Antwort zum nachfolgenden Bild

Was könnte das wohl sein?




Samstag, 2. April: So, die Nacht war kalt, so dass wir mitten in der Nacht noch die Heizung anmachen mussten. Aber gut. Nach dem Frühstück ging es auf zum Wandern. Wir sind bis zum Parkplatz in der Nähe vom Gletscher gefahren. Dann haben wir erst einmal die kleine Tour von 1,5 Stunden im „Glacier Valley“ gemacht. Wir konnten fast bis zum Fuße des Geltschers gehen. Später haben wir eine größere Runde zum „Roberts Point“ gemacht. Es waren 12,9 km und die angegebene Zeit waren ca. 5 Stunden. Also gingen wir um 13 Uhr los. Der Anfang war sehr schön. Der erste KM ging durch den Regenwald. Sehr urig. Dann kam eine Hängebrücke über einen reißenden Fluss. Seppi hatte schon seine ersten Probleme. Ab diesem Zeitpunkt ging der restliche Weg nur noch über Stock und Stein. Berg hoch, Berg runter. Man kann es nicht wirklich als Weg bezeichnen. Es war schon echt

anstrengend. Wir mussten kleine Flüsse, Hängebrücken, Treppen… überqueren. Als wir oben endlich ankamen, hatten wir einen sehr schönen Ausblick. Und wir hatten Glück, es war zwar kein Sonnenschein mehr dort, aber wir konnten den Gletscher sehen. Es ist nämlich nicht immer möglich den Gletscher zu sehen, eben halt  nur wenn das Wetter mitspielt. Der Rückweg viel uns beiden am Ende schon echt schwer und wir waren froh, als wir wieder im Motel waren. Unser Fazit: Wenn man keine Zeit hat, ist das Valley okay. Sollte wir jedoch wieder einmal zum Roberts Point gehen, werden wir uns das Valley schenken. Die Aussicht von oben ist besser und konditionell sehr anspruchsvoll.


Heute Abend ist unser Sebastian wirklich verärgert. Wir haben uns 24-Stunden Inte
rnet gekauft, jedoch funktioniert fast gar nichts. Es ist einfach viel zu langsam. Unbeschreiblich für Menschen aus Deutschland, gar nicht vorstellbar. Wir haben es gerade mal geschafft unsere E-Mails zu checken und wenn gleich alles klappen sollte, den Blog hochzuladen. Und das in ganzen 3,5 Stunden. Außerdem versucht er zu waschen und war bisher unzählige Male im Waschraum. Ständig sind die Maschinen und Trockner besetzt. Außerdem ist es echt nicht günstig, bisher mussten wir schon 10$ zahlen und ob die Wäsche gleich trocken ist, wer weiß das schon. Er ist wirklich sauer. Also: Ein „ohhhh“ für Seppi.
Wir müssen auch noch eine Korrektur vornehmen: Anfangs schrieben wir, dass die Menschen nicht besonders freundlich waren, aber es scheint sich zu ändern. Die letzten 2-3 Tage haben wir eigentlich nur nette Leute getroffen.

So, ein paar Bilder gibt es auch heute wieder…






Wagemutig